Donnerstag, 9. Juli 2015

Frostkuss - Mythos Academy ~ Jennifer Estep (Rezi Alex)

"Die 17-jährige Gwen Frost besucht die Mythos Academy, ein Internat für die Nachfahren von Helden der Antike. Hier lernen Walküren, Spartaner und Wikinger, wie sie die Menschheit vor dunklen Gefahren schützen können. Auch Gwen hat eine besondere Begabung, doch die macht sie zur Außenseiterin: Weil sie durch die Berührung einer Person oder eines Gegenstandes alles über ihn erfährt, zieht sich Gwen von allen anderen zurück. Als allerdings das beliebteste Mädchen der Schule ermordet wird und Gwen die Tat aus nächster Nähe miterlebt, muss sie sich mit dem faszinierenden Spartaner Logan verbünden, um die Tat aufzuklären. Sie erkennt, dass an der Mythos Academy jeder ein eigenes Geheimnis hat, und ihnen allen viel größere Gefahr droht als sie ahnen können..."

Ich habe das Buch ja eigentlich nur gelesen, weil die liebe Jasmin so davon geschwärmt hat. Es ist eines ihrer Lieblinge und ich denke, es wird auch zu meinen Lieblingen. :-)
Ich muss euch aber sagen, der Klappentext ist inhaltlich eigentlich gar nicht richtig!!! Echt blöd geschrieben... Sorry... ^^'

Die Autorin

Jennifer Estep ist Journalistin und New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab und lebt heute in Tennessee. Bei Piper erschien bisher ihre All-Age-Serie um die »Mythos Academy« sowie die Urban-Fantasy-Reihe »Elemental Assassin«.


Das Cover

Das Cover finde ich super gewählt. Ich habe mich ja für das neue Cover entschieden, weil ich dem Alten nichts abgewinnen konnte. Auf dem Cover sieht man eine blaue Rose umgeben von blauem Rauch. Man könnte es mit einer Eisblume in Verbindung bringen, entsprechend Gwens Familiennamen Frost (sie und ihre Familie nehmen sich gerne mal selber auf den Arm deswegen :-D). Ich finde aber auch die Farbe blau erinnert an das Eis und spiegelt gut Gwens Gefühlslage wider, denn nach dem Tod ihrer Mutter fällt es Gwen sehr schwer fröhlich zu sein. Auch die Rose ist ein gutes Symbol. Man merkt in dem Buch sehr, dass der Tod ihrer Mutter viel in ihrem Leben geändert hat, auch der Schulwechsel. Gwen fühlt sich allein und zieht sich zurück, ist eine Außenseiterin. Sie verhält sich in der ersten Zeit genauso stachelig wie eine Rose und fühlt sich auch so.

Der Schreibstil

Der Schreibstil der Autorin ist einfach herrlich. Das Buch hat sich super flüssig gelesen und ich war auch ab Mitte des Buches absolut gebannt. Ich finde es schön, dass es aus Sicht der Protagonistin geschrieben ist, denn so ist man mitten im Geschehen und kriegt alles hautnah mit. Es ist sehr modern und humorvoll geschrieben und der Schreibstil spiegelt gut Gwens Charakter wider. Teilweise musste ich mich echt kringeln vor lachen. :-)

Der Inhalt

Gwen ist ein 17-jähriges Mädchen mit einer besonderen magischen Gabe. Alles, was sie berührt, überträgt Erinnerungen, Gedanken und Gefühle auf sie. Nach dem Tod ihrer Mutter ändert sich für Gwen so ziemlich alles. Auf einmal wird sie in ein Internat gesteckt, an dem Nachfahren von Helden aus der Antike wie Spartaner, Walküren,Wikinger lernen sollen, wie sie die Menschheit vor dem Bösen beschützen können. Für Gwen sind das erstmal alles nur reiche, verzogene Spinner, die an Götter und all den Kram glauben. Im Leben nicht!!! denkt sich Gwen. Im ersten Teil des Buches wird erstmal auf Gwen, ihren Alltag, ihre Gabe und ihre Gefühlswelt eingegangen. Ich fand es etwas langatmig, aber es war gut, denn so konnte man sich sehr mit ihr identifizieren. Ich konnte ganz gut verstehen, wieso sie sich von allen zurückzog. Fand es aber ziemlich naiv von ihr zu denken, dass sie keine Freunde hat und sie alle für einen Freak halten. An dem Zustand war sie halt einfach selbst Schuld. Anders als im Klappentext beschrieben, zog sie sich aber nicht wegen ihrer Gabe zurück, sondern weil sie den Tod ihrer Mutter einfach nicht überwinden kann, da sie sich selbst die Schuld daran gibt.
Gwen versteht auch  nicht, was sie eigentlich an der neuen Schule soll. Alle anderen sind Krieger mit zusätzlichen besonderen Gaben und glauben an den ganzen Götterkram. Gwen absolut nicht, sie ist nichts von all dem. Auch das ganze Gerede über Götter und Helden und Co. findet sie absolut schwachsinnig. Das soll sich ändern, als die beliebteste Schülerin der Schule ermordet wird - in der Bibliothek der Academy als Gwen dort Schicht hatte. Gwen fand es komisch, dass der Mörder sie nicht umgebracht hat und somit einen Zeugen hinterlassen hat. Es hat ihr auch keine Ruhe gelassen, dass niemand wirklich über Jasmine getrauert hat. Sie wollte der Sache einfach auf den Grund gehen. Die stank nämlich zum Himmel. Nicht nur, dass ihre Gabe das erste Mal in ihrem Leben nicht funktionierte, es fühlte sich auch einfach etwas falsch an dem ganzen Fall an. Sie versucht also etwas über Jasmine herauszufinden. Sie braucht allerdings Hilfe und muss sich deswegen an die blöde, verzogene Daphne Cruz wenden. Zum Glück hatte sie etwas gegen sie in der Hand. Gwen verstrickt sich immer mehr in den Fall. Eines Abends wird sie dann von einem Monster angegriffen und konnte gerade so von dem attraktiven, geheimnisvollen Logan Quinn gerettet werden (anders als im Klappentext beschrieben verbündet sich Gwen wohl eher mit Daphne als mit Logan, denn der ist eigentlich nur so reingestolpert in den ganzen Fall, wortwörtlich ;-) ). Endlich fängt Gwen an, die ganzen Geschichten über Götter und Krieger und Monster zu glauben. Zwischen ihr und Daphne scheint sich nach und nach eine Freundschaft anzubahnen und auch zu Logan fühlt sie sich hingezogen. Aber trotz allem fühlt sich Gwen immer noch fehl am Platz. Es sind einfach zu viele Fragen offen: Warum musste ihre Mutter sterben? Warum  musste sie auf die Mythos Academy gehen, wo sie doch so offensichtlich nicht hingehörte? Warum wurde Jasmine ermordet, sie aber verschont? All diese Fragen, aber Keiner gab ihr Antworten. Die sollte sie aber im letzten Teil des Buches erhalten. Alles rückt sich nach und nach an seine Stelle. Gwen fühlt sich auch immer weniger als Außenseiterin. Ihr Leben ist nicht mehr ganz so stachelig und frostig, wie sie sich am Anfang gefühlt hat. ;-)

Fazit

Ich fand es echt schön, mal was anderes Mystisches zu lesen. Es ist mal absolut nichts Klassisches, wie Vampire oder Hexen oder Feen. Ich finde es echt super wie Jennifer Estep die Mythen zusammen gebündelt hat. Es hat auch Spaß gemacht zu lesen, weil Gwen so ein herrlicher Charakter ist. Ich bin absolut gespannt wie es weiter geht und freue mich auf den nächsten Teil!
Das "Zusatzmaterial" zur Geschichte am Ende des Buches fand ich eine schöne Idee. Echt spitze! :-)
Jennifer Estep konnte mich total von ihrer Reihe überzeugen.

Da ich den Anfang des Buches aber etwas langatmig fand, gebe ich dem Buch 4,5 von 5 Federblüten.

Ich bin mir sicher, dass die nächsten Bücher mich noch mehr fesseln werden.

Liebe Grüße

Eure Alex :-*

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