Montag, 22. Juni 2015

Federleicht - Wie fallender Schnee ~ Marah Woolf (Rezi Alex)

""Eliza, jedem Anfang wohnt ein Zauber inne", hat meine Großmutter mir mal erklärt. Damals habe ich nicht verstanden, was sie damit meinte, und heute war ich immer noch nicht schlauer. Denn jetzt stecke ich mittendrin in einem Anfang - aber von zauberhaft kann keine Rede sein. Ausgerechnet ich soll eine magische Schneekugel für die Elfen zurückholen. Wenn sie wenigsten nett wären - diese Elfen. Aber nein - sie sind eingebildet, arrogant und bockig (einer jedenfalls). Im Grunde kann das alles nur ein schlechter Scherz sein. Ich bin bestimmt die Letzte, die sich mutig in ein Abenteuer stürzt. Denn die erlebe ich maximal mit einer Tüte Chips und meiner besten Freundin Sky vor dem Fernseher. Wäre ich bloß nicht in den Wald gegangen und durch das blöde Portal gestolpert. Dann wäre die Geschichte, die meine Welt völlig auf den Kopf stellte, vermutlich nie passiert. Aber das ist nicht mehr zu ändern und so leicht lasse ich mich nicht unterkriegen - schon gar nicht von einem Elf."

Zuerst habe ich mich nicht so ran getraut, aber als ich auf Marahs Facebookseite gelesen habe, dass die FederLeichtSaga direkt an die Ereignisse aus der MondLichtSaga anschließt, musste ich es unbedingt lesen. Und es ist so, so, SOOO ein weltklasse tolles Buch!!!

Die Autorin

Marah Woolf wurde 1971 in Sachsen- Anhalt geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann, ihren drei Kindern und einer Zwergbartagame lebt. Sie studierte Geschichte und Politik und erfüllte sich mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans 2011 einen großen Traum. Mittlerweile sind die MondLichtSaga und die BookLessSaga von ihr erschienen.

Das Cover

Das Cover ist das Einzige, was mir am Buch nicht 100% gefällt, wobei es eigentlich total passend ist. Ich kann nicht mal genau sagen, wieso es mir nicht so gefällt. :-D Das Cover ist in verschiedenen Blautönen gehalten, die ein bisschen an Winter und somit an Schnee erinnern. Im Vordergrund steht die gestohlene Schneekugel, eine der sieben Aureolen. Auch die anderen Sechs sind schwach im Hintergrund abgebildet. Liest man das Buch, versteht man auch, welche Rolle der Schmetterling auf dem Cover spielt.

Der Schreibstil


Marah Woolf hat so eine wunderbare Art zu schreiben. Ich habe das Buch in einem Rutsch verschlungen und es nicht aus den Händen gelegt. Es ist total fesselnd geschrieben und liest sich sehr flüssig. Man kann sich alles wunderbar vorstellen. Das Buch zu lesen ist tausend Mal besser, als einen Film zu gucken. Es ist auch sehr interessant, dass man immer wieder Parallelen ziehen kann, zwischen dem Theaterstück "Tristan und Isolde", dass für Eliza eine große Rolle spielt, und den Beziehungen der Hauptcharaktere. 

Der Inhalt

Achtung Spoiler!!!!

Im ersten Buch der FederLeichtSaga geht es um Eliza, die wegen ihrem Kater Söckchen in die Welt der Elfen gestolpert ist. :-) Eliza lebt mit ihrem Zwillingsbruder Fynn, ihrer Mutter, ihrer Großmutter und ihrem Kater Söckchen im schottischen St. Andrews. Ihre Mutter betreibt ein kleines Café, in dem Eliza nach der Schule aushelfen muss (wovon sie natürlich mega genervt ist). Eliza ist von teenagerüblichem Liebeskummer geplagt und ein komischer Traum verfolgt sie seit Tagen. Auch ihre beste Freundin Sky kann ihr keinen Rat geben. In ihrem Traum geht es um ein Lichttor auf der Lichtung im Wald, die sie so sehr mag. Sie erklärt sich schon für verrückt als dieses Tor tatsächlich auftaucht. Sie meidet die Lichtung, bis sie mit ihrem Kater einer Taube hinterher jagt. Sie landet auf der Lichtung und stolpert wortwörtlich in die Elfenwelt. Auf den ersten Blick sieht alles aus wie auf der Lichtung in ihrer Welt, bis ihr ein Troll erklärt,wo sie eigentlich ist und vor allem wieso sie dort ist. Eliza wurde von der Hohepriesterin Larimar auserwählt, die Welt der Elfen wieder in geordnete Bahnen zu bringen. Die Königin der Elfen ist spurlos verschwunden und eine magische Schneekugel wurde gestohlen. Elizas Aufgabe soll es sein, die Kugel den Elfen zurückzubringen. Der hübsche, bockige Elf Cassian soll sie auf diese Aufgabe vorbereiten. Obwohl Cassian so unnahbar scheint, fühlt sich Eliza auf eine Weise zu ihm hingezogen, die sie sich nicht erklären kann. Sie weiß, dass sie sich nicht in einen Elf verlieben darf, aber irgendwann merkt sie, dass es dafür längst zu spät ist. Auch Cassian öffnet sich ihr nach und nach immer mehr. Spätestens als die Elfen Elizas Theaterstück "Tristan und Isolde" proben, ist es beiden klar - trotz aller Regeln und Erwartungen haben sie sich verliebt. Eliza weiß aber trotzdem nicht, wem sie in der Elfenwelt eigentlich wirklich vertrauen kann. Sie hat immer mehr das Gefühl, dass das Verschwinden der Schneekugel mit dem Verschwinden der Elfenkönigin zusammenhängt und das Larimar damit etwas zu tun haben könnte. Doch wie es weiter geht verrät Marah erst im zweiten Teil der FederLeichtSaga und beendet das erste Buch mit einem absoluten Schock.

Fazit


So oft WOOOOOOOOW kann ich gar nicht schreiben, wie ich das Buch fand. Es ist so unglaublich toll geschrieben. Ich bin meeeega gespannt wie es weiter geht. Am Ende des ersten Teils wollte ich nur weinen (liebe Marah, wenn du das liest: Es ist echt krass...). In Cassian hab ich mich sofort verliebt. :-) Ich finde ihn noch toller als Calum. Mit Eliza kann man sich auch sehr gut identifizieren, wobei sie manchmal echt ziemlich naiv ist. Wenn euch die MondLichtSaga gefallen hat, müsst ihr unbedingt die FederLeichtSaga lesen. Ein paar bekannte "Gesichter" sind auch dabei. ;-)

Ich gebe dem Buch megadicke 5 von 5 Federblüten.

LG eure A. :-*

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